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Nobelpreis

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Nobelpreise gibt es seit 1001. Der Preis wird in ursprünglich 5 Kategorien vergeben: Physik, Chemie, Medizin (Physiologie), Literatur und für Friedensbemühungen.
Der Nobelpreis für Ökonomie ist 1968 hinzugekommen, ist aber eigentlich kein "richtiger" Nobelpreis und wird auch aus einem anderen Topf finanziert. Er unterliegt allerdings den Statuten des Nobelpreiskomitees.

Der Preis soll nach dem Vermächtnis des Stifters "als Preis denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben.

Das Preisgeld beläuft sich i.d.R. auf knapp 1 Million Euro, die sich die Preisträger teilen müssen, falls es mehrere gibt. Die Teilung erfolgt häufig, aber nicht immer und nicht zwingend, zu gleichen Teilen.

Allerdings schwankt das Preisgeld; es ist kein absoluter Wert, sondern an die (Zins-)Erträge der Stiftung gebunden. Zusätzlich zum Preisgeld gibt es für die Preisträger eine Goldmedaille und natürlich eine Urkunde.

Finanziert wird das Unternehmen aus dem Vermögen einer Stiftung, die Alfred Nobel (1833–1896) ins Leben gerufen hat.

Die Bekanntgabe der Nobelpreise erfolgt jährlich im Herst; die Verleihung am 10.Dezember (Nobels Todestag) eines jeden Jahres in Stockholm bzw. Oslo (Friedensnobelpreis)

Vorschlagsberechtigt sind u.a. die früheren Preisträger der jeweiligen Kategorie.

Der Nobelpreis darf nur an lebende Personen verliehen werden (mit engen Ausnahmen). Diese Regelung führt manchmal zu bedauerlichen Entscheidungen vor allem in den Naturwissenschaften, da die Bedeutung von neuen Forschungen oft erst nach vielen Jahren anerkannt wird. So hat z.B. Oswald T. Avery (der Entdecker der DNS als Träger der Erbinformation) nie einen Nobelpreis erhalten und auch Mahatma Ghandi nicht, da er vorher einem Attentat zum Opfer fiel.

Bisher vier Preisträger erhielten den Preis zweimal: Marie Curie (Physik und Chemie), Linus Pauling (Chemie und Frieden), John Bardeen (Beide Male für Physik) und Frederick Sanger (beide Male für Chemie.

Mit 25 (!) Jahren der jüngste Preisträger in der Geschichte des Nobelpreises war der Physiker William Lawrence Bragg für seine "Verdienste um die Erforschung der Kristallstrukturen mittels Röntgenstrahlen“

Die Preisvergabe ist schon häufig Gegenstand heftigster öffentlicher Kritik gewesen, weil die politische Absicht in vielen Fällen mehr als eindeutig ist. Vor allem der Friedens- und der Literaturnobelpreis produzieren oft negative Schlagzeilen. So wurde der (spätere) US-Präsident Obama mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, als er noch gar nichts für den Frieden getan hatte. Auch die Vergabe an die EU im Jahr 2012 ist ähnlich durchsichtig.

Nichtsdestotrotz gilt der Nobelpreis als die wichtigste Auszeichnung, die ein Mensch erhalten kann.

Seit 1980 gibt es den "Right Livelihood Award" (besser bekannt als "Alternativer Nobelpreis") für Leistungen im Bereich der Ökologie und Entwicklung. Er wird nicht vom Nobelpreiskomitee verliehen und ist also nicht wirklich an den Nobelpreis gebunden.

Die Preisträger sind:
Name Kategorie Jahr
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

 

     
     

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